
Datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für eine resiliente Forstwirtschaft
90green nutzt hochauflösende Erdbeobachtungsdaten, um Waldflächen objektiv zu analysieren, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und langfristige Entwicklungen transparent zu dokumentieren. So entstehen belastbare Entscheidungsgrundlagen für ein nachhaltiges Waldmanagement.
Wälder verändern sich – fundierte Entscheidungen werden immer wichtiger
Trockenperioden, steigende Temperaturen, Stürme und Schädlingsbefall verändern unsere Wälder zunehmend. Gleichzeitig gewinnen Themen wie klimaresiliente Waldbewirtschaftung, Wiederbewaldung und der Schutz bestehender Waldflächen an Bedeutung.
Um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen gezielt planen zu können, werden objektive und flächendeckende Informationen immer wichtiger. Erdbeobachtungsdaten ermöglichen eine regelmäßige Bewertung großer Waldgebiete und schaffen eine fundierte Grundlage für nachhaltige Entscheidungen.
Leistungen
Waldzustandsanalyse
Bewertung der räumlichen Entwicklung und des allgemeinen Waldzustands.
Hitzebelastung
Bewertung thermisch belasteter Bereiche und möglicher Auswirkungen auf den Wald.
Vegetationsvitalität
Analyse der Vitalität von Waldbeständen mithilfe etablierter Vegetationsindizes.
Langfristiges Waldmoitoring
Dokumentation von Veränderungen über mehrere Jahre.
Trocken- und Feuchtestress
Frühzeitige Identifikation wasserstressgefährdeter Waldflächen.
Individuelle Analysen
Individuelle Fragestellungen auf Basis hochauflösender Erdbeobachtungsdaten.
Welche Informationen können aus Erdbeobachtungsdaten gewonnen werden?
Vegetationsvitalität
Mithilfe des Normalized Difference Vegetation Index (NDVI) wird die Vitalität und Dichte von Waldbeständen flächendeckend bewertet. Veränderungen der Vegetationsentwicklung werden frühzeitig sichtbar und ermöglichen Rückschlüsse auf die Gesundheit einzelner Bestände. Die Analyse unterstützt Forstbetriebe dabei, auffällige Bereiche zu identifizieren, Entwicklungen über die Zeit zu beobachten und Pflege- oder Kontrollmaßnahmen gezielt zu priorisieren.


Trocken- und Feuchtestress
Der Normalized Difference Moisture Index (NDMI) liefert Informationen über den Feuchtegehalt der Vegetation und macht wasserstressgefährdete Waldflächen sichtbar. Insbesondere während längerer Trockenperioden können gefährdete Bereiche frühzeitig erkannt werden. Dadurch erhalten Forstbetriebe eine objektive Grundlage, um Risiken zu bewerten, Kontrollgänge effizient zu planen und Maßnahmen zur Stabilisierung besonders belasteter Bestände vorzubereiten.
Oberflächentemperatur
Die Analyse der Oberflächentemperatur zeigt räumliche Unterschiede innerhalb von Waldgebieten und macht besonders stark erwärmte Bereiche sichtbar. Erhöhte Temperaturen können auf Trockenstress, geringe Beschattung oder geschädigte Bestände hinweisen. Die Ergebnisse helfen dabei, klimatisch besonders belastete Bereiche zu identifizieren und langfristige Anpassungsmaßnahmen im Waldmanagement zu unterstützen.



Waldentwicklung im Zeitverlauf
Durch den Vergleich historischer Erdbeobachtungsdaten lassen sich Veränderungen der Waldflächen über mehrere Jahre nachvollziehen. Entwicklungen wie Waldumbau, Wiederbewaldung, Flächenverluste oder natürliche Regeneration werden objektiv dokumentiert. Die langfristige Betrachtung schafft Transparenz über den Erfolg umgesetzter Maßnahmen und unterstützt strategische Entscheidungen im nachhaltigen Waldmanagement.
Historische Zeitreihen und Monitoring
Historische Satellitendaten ermöglichen die kontinuierliche Beobachtung von Waldflächen über viele Jahre hinweg. Veränderungen der Vegetationsentwicklung, Vitalität oder klimatischen Belastung werden nachvollziehbar dokumentiert und können objektiv miteinander verglichen werden. Das langfristige Monitoring schafft eine belastbare Datengrundlage für strategische Planungen, Erfolgskontrollen und die Bewertung von Anpassungsmaßnahmen im Zuge des Klimawandels.


Der Vergleich der beiden Kartenausschnitte verdeutlicht die Entwicklung derselben Waldfläche zwischen 2016 und 2026. Während im älteren Datensatz nur wenige Bereiche als unfruchtbarer Boden (rot) erkennbar sind, zeigt die aktuelle Aufnahme eine deutliche Zunahme dieser Flächen. Solche Veränderungen können unter anderem auf Trockenstress, Sturmereignisse, Schädlingsbefall oder andere Einflüsse auf den Waldbestand hinweisen. Durch den Vergleich historischer und aktueller Erdbeobachtungsdaten lassen sich Entwicklungen objektiv dokumentieren, betroffene Bereiche frühzeitig identifizieren und Maßnahmen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung gezielt planen.

